Comment

Sprachlich kommt das Wort „Comment“ aus dem Französischen, in der deutschen Sprache üblicherweise mit „wie“ übersetzt.

Im couleurstudentischen Bereich umfasst „Comment“ die Gesamtheit aller Reglements, Gebräuche und Umgangsformen innerhalb der Korporation und im Verhältnis nach außen. Der Comment ist somit eine Sammlung aller spezifischer Ausdrucks- und Umgangsformen einer Korporation.

 

Das doch recht breite Feld des Comments beinhaltet etwa die Abhaltung traditioneller Feste (beispielsweise Kneipen und Commerse) mitsamt dem studentischen Gesang, die jeweiligen Rechte und Pflichten eines Mitgliedes innerhalb der Verbindung, den Umgang der einzelnen Bundesbrüder miteinander oder Verhaltensregeln in- und außerhalb der eigenen Bude.

 

Historisch lassen sich einige Elemente des Comments bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Studentische Gruppierungen entwickelten in ihrer jeweiligen Zeit ihre eigenen Verhaltensregeln, die meist auf ältere Formen zurückgriffen und neues hinzufügten. Der gegenwärtig gängige Comment der Verbindungen entstand in dieser Form im 19. Jahrhundert; eine Zeit, in der sich auch die heute noch bestehenden farbstudentischen Korporationsformen verfestigten.

 

Mitunter sind all die Erscheinungsformen des Comments für Nicht-Korporierte unverständlich und verwirrend. Dies nicht ganz zu unrecht: Beinhaltet doch gerade der Comment Verhaltensweisen und Regulative, deren Sinn nur einer kleinen Minderheit tatsächlich bekannt ist. Von außen kann und wird dies meist mißverstanden.

Umgangsformen an sich sind nicht prinzipiell schlecht. Jede formelle und informelle Gruppe - ob Punks, Pfadfinder, sozalistische Subkulturen, Geschäftsleute oder eben Couleurstudenten - besitzen ihre jeweils eigenen Ausdrucksformen. Diese müssen nicht zwingend von anderen verstanden werden. Wichtig ist jeweils, die eigenen Codes wiederzuerkennen und handzuhaben. Wer es nicht versteht oder verstehen will, muß schließlich nicht dabei sein. 

Couleur

Das französische Wort „Couleur“ wird in die deutsche Sprache mit „Farbe“ übersetzt. Im verbindungsstudentischen Bereich werden mit Couleur die äußeren, sichtbaren Zeichen und Symbole einer Verbindung umschrieben. Couleur im weitesten Sinn umfasst damit alle sichtbaren Erscheinungsmerkmale einer Verbindung.


Couleur als Sammelbergriff der äußeren Erscheinungsformen von Verbindung und deren Mitglieder ist Teil des umfassenderen Comments.

Vorrangig sind dies Band und Deckel; also das färbige Brustband sowie die bunte Mütze. Jeweils drei Farben symbolisieren eine Verbindung; Schwarz, Weiß und Grün etwa bei Gothia. Im Burschenband finden sich diese Farben wieder; ebenso im Deckel, bei dem - als vierte Farbe - die Grundfarbe hinzukommt. Bei Gothia ist dies Weinrot.


Darüber hinaus umfasst das Couleur etwa auch die Kleidungsstücke der offiziellen Repräsentanten einer Verbindung. Verwendet werden diese bei entpsrechenden Veranstaltungen; etwa bei Hl. Messen, bei feierlichen Gelegenheiten oder bei Bällen und Redouten. 

Kneipe & Commers

Kneipe und Commers stellen die klassischen couleurstudentischen Feiern dar. Wesentliche Elemente sind dabei das gemeinsame Gesang, ein bestimmtes Thema und gegebenenfalls spezifische Zeremonien. So kennt Gothia eine Vielzahl unterschiedlicher Anlässe, zu denen solche Veranstaltungen abgehalten werden.


Die Differenzierung zwischen Kneipe und Commers resultiert aus einer prinzipiellen Wertigkeit:
Zu feierlichen Anlässen wird ein Commers abgehalten; etwa zu Weihnachten oder im Rahmen des eigenen Gründungsfestes. Kneipen besitzen denn auch eher lustigeren Charakter und werden - je nach Anlass - weniger förmlich ausgerichtet.

Lieder

Auf vielen Wegen begleitet den Couleurstudenten das Liederbuch. Sei es auf der Kneipe, am Commers, bei einer Messe oder beim Couleurausflug - der gemeinsame Gesang hebt die Stimmung, fördert die Geselligkeit und betont die Gemeinschaft.


Singen ist ein Ausdruck des Gefühls und daher oft spontanes Echo auf Erlebnisse und Empfindungen. Am Gesang erkennt man aber auch den Wert einer Gemeinschaft. Der Couleurstudent zieht daher den gepflegten Cantus dem enthemmten Grölen vor.


Der studentische Gesang ist aber nicht allein auf die gesellige Runde wie Kneipen oder Commersen beschränkt. Er ist auch Ausdruck der Weihe beim Gottesdienst, der Einheit im vaterländischen Bekenntnis, der Feier nach einer Promotion oder der Trauer am Grab eines Bundesbruders. Alles, was Couleurstudenten tiefer bewegt, findet im Lied seinen Widerhall.

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